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Aktualisiert: 26. September 2017

Infothek

Die Infothek soll Begriffe, die auf diesen Seiten häufiger Erwähnung finden, in wenigen, verständlichen Worten erklären. Auch wenn die meisten Sachverhalte möglichst objektiv erklärt werden sollen, werden sie durchaus in Hinblick auf ABACUS-Produkte und ABACUS-Philosophie beleuchtet.

Air Motion Transformer (AMT)

AMT Hochtöner

Der Air Motion Transformer (nicht „Bändchen“) ist ein spezieller Schallwandler, dessen Grundprinzip von Dr. Oskar Heil entwickelt wurde. Anders als bei herkömmlichen Konus- oder Kalottenhochtönern, die im Prinzip eine kolbenförmige Vor- und Zurück-Bewegung zum Verdrängen oder Ansaugen von Luft nutzen, wird hier eine ziehharmonikaartig gefaltete Folie im Magnetfeld bewegt, die Luft aus ihren Spalten hinausdrückt oder ansaugt.

Durch dieses Prinzip ist weniger mechanische Materialbewegung erforderlich, um den gleichen Schalldruck zu erzeugen. Dadurch werden akustische Verzerrungen reduziert.

Durch ihren geometrischen Aufbau wird der Schall bei AMTs in der Vertikalen mit steigender Frequenz etwas stärker gebündelt. Das kann klangliche Vorteile bringen, weil Reflexionen von Fußboden und Zimmerdecke reduziert werden.

AMTs erfordern beim Design der Signalverarbeitung in Aktivlautsprechern spezielle Heransgehensweisen, da sie prinzipbedingt einen schnelleren akustischen Impuls erzeugen, als andere Lautsprechersysteme, mit denen sie kombiniert werden. Bei aktiven Konzepten kann dieses Verhalten durch Phasen- oder Zeitverzögerungen kompensiert werden.

Air Motion Transformer unterliegen verstärkt Einspielvorgängen, wodurch sich der Klang in den ersten Betriebsstunden stetig leicht verändert, bis die mechanischen Parameter nach maximal ca. 20 Stunden Betrieb dem Soll entsprechen.

ABACUS verwendet zurzeit hochwertige Air Motion Transformer, die bei der Firma Mundorf in Köln, also in Deutschland und von Hand gefertigt werden, sowie in der Cortex-Serie einen AMT-Antrieb eines anderen Fabrikats, der mit einer ABACUS-eigenen Frontplatte ausgestattet wird.

Dolifet

DOLIFET

Die Abkürzung „Dolifet“ steht für „Drain-output load-independent field effect transistor“, also „Drain-Ausgang lastunabhängiger Feldeffekttransistor“.

Dieser Name wurde von ABACUS eingeführt, um eine spezielle Verstärkerschaltung mit Feldeffekttransistoren zu beschreiben, die wie herkömmliche (also bi-polare) Transistoren 3 Anschlüsse haben. Die Anschlüsse beim Feldeffekttransistor heißen „Source“=„Zufluss“, „Drain“=„Abfluss“ und „Gate“=„Tor“.

Schema des ABACUS DolifetSchema herkömmlicher MOSFET-VerstärkerDabei steuert die Spannung zwischen Gate und Source den Stromfluss durch die Drain-Source-Strecke. Bei herkömmlichen Verstärkern mit Feldeffekttransistoren hängt die Last, also der Lautsprecher, am Source-Anschluss. Da Fehlerströme und -spannungen aber damit auch auf den Source-Anschluss wirken, wird die Steuerung, die ja zwischen Source und Gate erfolgt, durch die Last beeinflusst. Der Verstärker arbeitet also nicht lastunabhängig. Beim Dolifet-Prinzip hängt die Last am Drain-Anschluss. Dieser ist nicht Bestandteil der Steuerstrecke und die Last kann hier den Verstärker nicht beeinflussen. Die Dolifet-Schaltung funktioniert vom Prinzip her genauso, wie die bipolare ABACUS-Schaltung. Da Feldeffekttransistoren jedoch Spannungsgesteuert sind - im Gegensatz zu den stromgesteuerten bi-polaren Transistoren – ist die Ansteuerung einfacher und es lassen sich höhere Bandbreiten realisierten. Außerdem benötigen Verstärker mit Feldeffekttransistoren keine aufwendige Temperaturkompensation.

DSP (Digitaler Signal Prozessor)

Icon DSPEin digitaler Signalprozessor ist ein Bauteil, das Daten (z.B. ein Musiksignal) digital verarbeitet, verändert und schließlich in aufbereiteter Form ausgibt.

Einschaltautomatik

Icon EinschaltautomatikEine Einschaltautomatik in einem Audiogerät, wie einer Aktivbox oder einem Subwoofer, schaltet dieses bei anliegendem Musiksignal ein und nach einer bestimmten Zeit Stille wieder in den Standby. In vielen ABACUS Aktivboxen und -subwoofern ist eine Einschaltautomatik integriert, die von einem Mikrocontroller abgefragt und gesteuert wird. Dadurch verbrauchen diese Geräte im Standby weniger als 0,5 oder in den meisten Fällen sogar weniger als 0,2W.

Da eine elektronische Schaltung nicht immer 100%ig zwischen Nutzsignal und Störungen unterscheiden kann funktioniert die Einschaltautomatik ins wenigen Fällen nicht ideal. Dafür lässt sie sich deaktivieren und das Gerät auf konstanten Betrieb schalten.

Farbausführungen

Strukturlackausführungen Lautsprechergehäuse:

Tiefschwarz RAL 9005 Tiefschwarz RAL 9005: dunkelste RAL-Farbe, kommt z.B. als Schwarz der Flagge Deutschlands zum Einsatz
Schwarzgrau RAL 7021 Schwarzgrau RAL 7021: Im Prinzip wie Effektlack Anthrazit aber ohne Metallpartikel
Verkehrsweiß RAL 9016 Verkehrsweiß RAL 9016: neutrales, unverfälschtes Weiß
Silbergrau RAL 7001 Silbergrau RAL 7001: neutrales Grau, passt gut in technische Umgebungen
Wasserblau RAL 5021 Wasserblau RAL 5021: ABACUS Corporate Design ähnliche Farbe
Melonengelb RAL 1028 Melonengelb RAL 1028: kräftiges Gelb, "Gold" der deutschen Flagge
Gelbgrün RAL 6018 Gelbgrün RAL 6018: warmes, kräftiges Grün
Verkehrsrot RAL 3020 Verkehrsrot RAL 3020: Rot der Flagge Deutschlands, Rot für Verkehrsschilder
Karminrot RAL 3002 Karminrot RAL 3002: edles, kräftiges Dunkelrot

Effektlackausführungen Lautsprechergehäuse:

Effektlack Anthrazit Effektlack Anthrazit: ursprünglich für die Trifon-Serie entwickelter, feiner Strukturlack der Grundfarbe Schwarzgrau RAL 7021 mit feinsten Metallpartikeln, erscheint matt, funkelt aber je nach Lichteinfall
Effektlack Weiß Effektlack Weiß: speziell für die Trifon-Serie entwickelter Lack, basiert auf reinweißem Strukturlack, überzogen mit seidenmattem Klarlack mit feinsten Metallpartikeln, wirkt neutral weiß mit leichtem Funkeln

Linetreiber-Ausgang

ABACUS LinetreibermodulDer Linetreiber ist die ABACUS-eigene Ausgangsstufe für den Linebereich (siehe auch Linetreiber Produktinformationen). Sie wird als kleine Modulplatine in vielen ABACUS-Geräten verbaut, dort wo ein Line-Level-Signal ausgegeben wird, z.B. in Vorverstärkern oder Streamern. Auch in aktiven Subwoofern verfügen die Hochpass-Ausgänge über Linetreiber-Module.

Die Linetreiberausgänge machen Kabellänge und -eigenschaften unschädlich und treiben das Audiosignal unverändert zum Folgegerät.

Da sie nach dem gleichen Schaltungsprinzip arbeiten, wie die ABACUS Endstufen (Leistungsverstärker) sind sie auch besonders gut zum Antreiben von Kopfhörern geeignet.

Linkwitz-Riley-Filter

Linkwitz-Riley-Filter FrequenzgangLinkwitz-Riley-Filter (oft auch nur Linkwitz-Filter genannt) sind beliebte Vertreter der Frequenzweichenfilter, bei denen benachbarte Wege bei der Übergangsfrequenz exakt einen Pegel von -6dB haben. Sie addieren sich dadurch zu 0dB, da sie zueinander phasenrichtig (bei L-R-Filtern 4ter Ordnung) oder nach Invertierung eines der Signale (bei L-R-Filtern 2ter Ordnung) sind.

In ABACUS Produkten kommen Linkwitz-Riley-Filter 4ter Ordnung in analoger oder digital implementierter Form zum Einsatz.

Ringradiator

RingradiatorHochtönerkonzept, bei dem eine Ringförmige Membran zwischen dem äußeren Rand und einem zentralen "Phaseplug", also einem kleinen Kegel aufgehängt ist, in deren Mitte die Schwingspule für die Vor- und Rückbewegung sorgt. Weil diese Hochtöner sich in kleinen aktiven Lautsprechern mit wenig Aufwand einsetzen lassen und sie ein gutmütiges Bündelungsverhalten für Nahfeldanwendungen haben, kommen sie in den ABACUS C-Boxen zum Einsatz.

Temperaturkompensation

Da bipolare Transistoren Halbleiterbauelemente sind, die mit steigender Temperatur immer leitfähiger werden, benötigen Verstärker, die damit arbeiten eine Temperaturkompensation, die bei steigender Betriebstemperatur den Ruhestrom reduziert. Ohne diesen Trick würden die Transistoren bei Erwärmung immer leitfähiger, dadurch würde sich der Stromfluss weiter erhöhen, was zu einer erneuten Erhöhung der Temperatur führen würde, bis der Verstärker durchbrennt.

Bei den ABACUS-Verstärkern wird die Kompensation z.B. durch Transistoren realisiert, die zwischen den Leistungstransistoren auf den Kühlkörper geschraubt werden, aber nur als Dioden geschaltet sind, die bei Erwärmung den Ruhestrom reduzieren.