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Aktualisiert: 22. Januar 2017

Infothek

Air Motion Transformer

Der Air Motion Transformer (nicht „Bändchen“) ist ein spezieller Hochtöner, dessen Grundprinzip von Oskar Heil entwickelt wurde. Anders als bei herkömmlichen Konus- oder Kalottenhochtönern, die im Prinzip eine kolbenförmige vor- und zurück Bewegung zum Verdrängen oder Ansaugen von Luft nutzen, wird hier eine Ziehharmonika-artig gefaltete Folie im Magnetfeld bewegt, die Luft aus ihren Spalt-artigen Kammern herausdrückt oder in sie hineinsaugt.

Durch dieses Prinzip ist weniger mechanische Materialbewegung erforderlich, um den gleichen Schalldruck zu erzeugen. Dadurch werden akustische Verzerrungen reduziert.

Durch ihren geometrischen Aufbau wird der Schall bei AMTs in der Vertikalen mit steigender Frequenz etwas stärker gebündelt. Das kann klangliche Vorteile bringen, weil Reflexionen von Fußboden und Zimmerdecke reduziert werden.

AMTs erfordern beim Design der Signalverarbeitung in Aktivlautsprechern spezielle Heransgehensweisen, da sie prinzipbedingt einen schnelleren akustischen Impuls erzeugen, als andere Lautsprechersysteme, mit denen sie kombiniert werden. Bei aktiven Konzepten kann dieses Verhalten durch Phasen- oder Zeitverzögerungen kompensiert werden.

Air Motion Transformer unterliegen verstärkt Einspielvorgängen, wodurch sich der Klang in den ersten Betriebsstunden stetig leicht verändert, bis die mechanischen Parameter nach ca. 20 Stunden Betrieb etwa dem Soll entsprechen.

ABACUS verwendet hochwertige Air Motion Transformer der Firma Mundorf aus Köln, die in Deutschland von Hand gefertigt werden.

Dolifet

Die Abkürzung „Dolifet“ steht für „Drain-output load-independent field effect transistor“, also „Drain-Ausgang lastunabhängiger Feldeffekttransistor“.

Dieser Name wurde von ABACUS eingeführt, um eine spezielle Verstärkerschaltung mit Feldeffekttransistoren zu beschreiben, die wie herkömmliche (also bi-polare) Transistoren 3 Anschlüsse haben. Die Anschlüsse beim Feldeffekttransistor heißen „Source“=„Zufluss“, „Drain“=„Abfluss“ und „Gate“=„Tor“.

Dabei steuert die Spannung zwischen Gate und Source den Stromfluss durch die Drain-Source-Strecke. Bei herkömmlichen Verstärkern mit Feldeffekttransistoren hängt die Last, also der Lautsprecher am Source-Anschluss. Da Fehlerströme und -spannungen aber damit auch auf den Source-Anschluss wirken, wird die Steuerung, die ja zwischen Source und Gate erfolgt durch die Last beeinflusst. Der Verstärker arbeitet also nicht lastunabhängig. Beim Dolifet-Prinzip hängt die Last am Drain-Anschluss. Dieser ist nicht Bestandteil der Steuerstrecke und die Last kann hier den Verstärker nicht beeinflussen.

Die Dolifet-Schaltung funktioniert vom Prinzip her genauso, wie die bipolare ABACUS-Schaltung. Da Feldeffekttransistoren jedoch Spannungsgesteuert sind - im Gegensatz zu den stromgesteuerten bi-polaren Transistoren – ist die Ansteuerung einfacher und es lassen sich höhere Bandbreiten realisierten. Außerdem benötigen Verstärker mit Feldeffekttransistoren keine aufwendige Temperaturkompensation.

Linkwitz-Riley-Filter

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Temperaturkompensation

Da bipolare Transistoren Halbleiterbauelemente sind, die mit steigender Temperatur immer leitfähiger werden, benötigen Verstärker, die damit arbeiten eine Temperaturkompensation, die bei steigender Betriebstemperatur den Ruhestrom reduziert. Ohne diesen Trick würden die Transistoren bei Erwärmung immer leitfähiger, dadurch würde sich der Stromfluss weiter erhöhen, was zu einer erneuten Erhöhung der Temperatur führen würde, bis der Verstärker durchbrennt.

Bei den ABACUS-Verstärkern wird die Kompensation z.B. durch Transistoren realisiert, die zwischen den Leistungstransistoren auf den Kühlkörper geschraubt werden, aber nur als Dioden geschaltet sind, die bei Erwärmung den Ruhestrom reduzieren.