Die Mirra 10 ist die neue, kompaktere Schwester der Mirra 14 und 15 – entwickelt für alle, die weniger Platz haben oder eine günstigere Lösung suchen, ohne auf die klanglichen Tugenden der großen ABACUS-Modelle zu verzichten.
Erstmals vorgestellt wurde sie bei einer Präsentation an der SAE Hamburg, wo Studierende, Absolventen und Profis aus der Audio- und Videoszene sofort das ausgesprochen lineare und tiefreichende Klangbild lobten. Trotz ihres 10-Liter-Gehäuses spielt die Mirra 10 mit beeindruckender Gelassenheit bis unter 20 Hz hinab – kontrolliert, präzise und ganz ohne Bassreflexsystem.
Konzept und Aufbau
Die Mirra 10 ist ein 2-Wege-Aktivlautsprecher mit einem geschlossenen Gehäuse von nur zehn Litern Volumen. Das bewusste Weglassen einer Bassreflexöffnung verleiht ihr ein trockenes, impulstreues Bassverhalten, das auch bei wandnaher Aufstellung stabil bleibt. Weil der Raum weniger stark angeregt wird, ist die Mirra 10 besonders unkritisch in der Aufstellung – ideal für Schreibtische, Regietische oder kleine Abhörumgebungen. Dank der ABACUS-Verstärkertechnik reicht der Frequenzgang von unter 20 Hz bis 20 kHz (± 1,5 dB).
Warum ABACUS-Lautsprecher so tief spielen können
Auch kompakte ABACUS-Lautsprecher erreichen erstaunlich tiefe Frequenzen – dank der einzigartigen DOLIFET-Verstärkertechnik, geschlossener Gehäuse und einer präzisen elektronischen Bassentzerrung. So bleibt der Tiefton bis an die Grenze der Hörbarkeit kontrolliert und natürlich – ganz ohne Übertreibung oder Effekthascherei. Mehr erfahren über das ABACUS-Tiefbassprinzip.
Bestückung
Zum Einsatz kommt ein 6,5-Zoll-Tieftöner mit leichter Papiermembran und kräftigem Antrieb sowie ein 1,2-Zoll-Kalottenhochtöner, wie er auch in der Mirra 14, Mirra 15 und Pivota 42 arbeitet. Die Trennfrequenz liegt bei rund 1250 Hz – außergewöhnlich tief für diese Größenklasse – und sorgt für ein sehr homogenes Abstrahlverhalten im Nah- und Ultranahfeld.
Elektronik und Verstärkertechnik
Die Verstärkerelektronik stammt aus der bewährten Cortex-Serie und nutzt drei Verstärkerkanäle: einen für den Hochtöner und zwei in Brückenschaltung für den Tieftöner. Damit stehen reichlich Spannung und Dynamikreserven zur Verfügung, was der Tieftonwiedergabe trotz des kleinen Gehäuses ihre beeindruckende Souveränität verleiht. Wie alle ABACUS-Aktivsysteme arbeitet auch die Mirra 10 mit der DOLIFET-Verstärkertechnik, die für höchste Präzision, geringe Verzerrungen und außergewöhnliche Kontrolle im Bass sorgt.
Signalverarbeitung (DSP)
Die Mirra 10 nutzt – wie die großen Mirra-Modelle – eine DSP-basierte Signalverarbeitung. Über die entsprechende Schnittstelle kann das werkseitige Programm-Preset bei Bedarf angepasst oder ein User-Equalizer integriert werden. Das Original-Preset steht auf der ABACUS-Website zum Download bereit; eine YouTube-Anleitung zeigt die Vorgehensweise am Beispiel der Mirra 14.
Anschlüsse und Bedienung
Die Mirra 10 verfügt über einen XLR/Klinke-Combo-Eingang (symmetrisch) sowie einen Cinch-Eingang (asymmetrisch). Drei Regler ermöglichen die Anpassung an Raum und Anwendung:
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Input Gain – Eingangsempfindlichkeit
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Bass Pad – Bassabsenkung bei wandnaher Aufstellung
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Roll-Off – variable Tiefbass-Grenze
Die Lautsprecher lassen sich überall anschließen, wo ein symmetrisches oder asymmetrisches hochwertiges Audiosignal anliegt – etwa an Audiointerfaces, Mischpulte, Vorverstärker oder DACs.
Gehäuse und Design
Das Gehäuse besteht aus MDF und ist mit einer robusten Strukturlackierung in Feinstruktur ausgeführt. Zur Wahl stehen die Farben Verkehrsweiß und Schwarz-Grau, ähnlich den entsprechenden RAL-Tönen. Die Oberfläche ist pflegeleicht und bei Bedarf gut auszubessern. Durch die quadratische Grundfläche und die montierten Gummifüße steht die Mirra 10 sicher und benötigt sehr wenig Stellfläche – ideal für Schreibtische und kompakte Studioumgebungen.
Einsatzbereich und Anwendung
Die Mirra 10 ist als Nahfeld- und Ultranahfeld-Abhöre konzipiert – überall dort, wo die C-Box 3 oder C-Box 4 zu klein und eine Mirra 14 zu groß oder zu teuer wäre. Sie eignet sich hervorragend als Zweitabhöre, als Surround- oder Atmos-Ergänzung oder auch als vollwertige Hauptabhöre in kleineren Projekt- und Heimstudios. Dank ihrer tiefen Trennfrequenz kann sie auch bei sehr geringem Hörabstand betrieben werden. Die empfohlene Raumgröße liegt bei bis zu etwa 20 m², abhängig von der Akustik. Durch ihre Tiefbassfähigkeit ist sie zudem bestens für bassbetonte elektronische Musik geeignet, sofern in moderater Abhörlautstärke gearbeitet wird.
Klang und Charakter
Wie alle ABACUS-Studio-Lautsprecher verbindet die Mirra 10 eine neutrale, ehrliche Abstimmung mit echter Musikalität. Sie ermöglicht präzises, ermüdungsfreies Arbeiten und lädt gleichzeitig zum Musikhören ein – ein Spagat, der ABACUS-Produkte seit jeher auszeichnet und sie sowohl in Studios als auch in privaten Hörräumen beliebt macht.
Fertigung und Entwicklung
Die Mirra 10 wird – wie alle ABACUS-Produkte – vollständig in Nordenham entwickelt. Ein Großteil der Elektronikfertigung sowie die Endmontage erfolgen dort in sorgfältiger Handarbeit. Bauteile, die nicht im eigenen Haus gefertigt werden, stammen überwiegend aus Deutschland oder dem europäischen Umland. Die Leiterplattenbestückung und der Zusammenbau finden direkt in den ABACUS-Räumlichkeiten statt – ein Garant für gleichbleibende Qualität und Langlebigkeit.
Praxis-Feedback und Feintuning
In der aktuellen Serien-Vorbereitungsphase wird die Mirra 10 bereits von renommierten Produzenten, Musikern und Toningenieuren getestet. Das daraus gewonnene Feedback fließt in die Feinabstimmung der finalen Serienversion ein – eine Vorgehensweise, die sich bei ABACUS-Studio-Lautsprechern bereits mehrfach bewährt hat und jedem Modell ein Stück zusätzliche Praxistauglichkeit und Reife verleiht.
Die Mirra 10 verbindet Studio-Präzision, Tiefbass-Leistung und Alltagstauglichkeit in einer bisher kaum erreichten Kompaktheit – ein echtes Werkzeug für Klangprofis und Musikliebhaber gleichermaßen.
Technische Daten
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Typ | 2-Wege Regalbox |
| Anzahl Dolifet-Endstufen | 3 |
| Netzanschluss | 230 V AC, Kaltgeräte |
| Leistungsaufnahme, Automatik: | <0,2 W |
| Leistungsaufnahme, Leerlauf: | ca. 14W |
| Leistungsaufnahme, maximal: | Ca. 100 W |
| RMS-Leistung (insgesamt): | Ca. 80 W, verteilt auf alle Wege |
| Frequenzgang: | 16…80->20.000 Hz |
| Bass Roll-off: | stufenlos einstellbar ab 16 Hz (-6dB) und von 24 Hz bis 80 Hz (-3dB), darunter jeweils -12 dB/Oct |
| Bass-Pad: | Bereich unter 250 Hz stufenlos einstellbar von -8 dB bis +2 dB |
| Eingangsimpedanz: | 10 kΩ |
| Hochtontreiber: | 30mm Kalottenhochtöner |
| Tieftontreiber: | – |
| Tiefmitteltontreiber: | 180 mm/8 Ω |
| Trennfrequenzen: | 2600 Hz |
| Filterkonzept: | cell2_12 |
| Ladekapazität: | 6×4.700 µF |
| Netto Gehäusevolumen: | 9,5 Ltr. |
| Maße Gehäuse (B x T x H): |
210×210×350 mm |
| Maße über alles (B x T x H): |
210×256×353,5 mm |
| Gewicht (Stück): | 9,70 kg |
| Versandgewicht: | 21,5 kg (Testset 31,5) |
