Analogschallplatte

Thema Schallplatte

Es misst sich entsetzlich und klingt oft trotzdem schön. Wenn auch gelegentlich hochwertige Abspielvorrichtungen benutzt werden, darf man getrost daran zweifeln, dass damit überhaupt die HiFi-Norm erreicht wird.

Viele Gründe sprachen und sprechen dafür, dass man sich vor gut einem drittel Jahrhundert auf ein neues Medium geeinigt hat. Dass auch dies nicht mängelfrei arbeitet, steht auf einem anderen Blatt…

Zurück zur Schallplatte: Nach dem Auflegen der Scheibe sind die Wiedergabeeigenschaften noch akzeptabel, aber mit der ständig sich verkürzenden Strecke, die der Abtaster pro Umdrehung zurücklegt, wird es immer schlechter. Die 33,3 Umdrehungen der LP und maximal 30cm Durchmesser sind halt etwas dürftig.

Und was noch alles?

Bis 10% Klirrfaktor, je nach Frequenz und Auslenkung muss man freilich akzeptieren, Pegelschwankungen bei anhaltenden Tönen und höheren Frequenzen sind dramatisch, die Dynamik erreicht günstigstenfalls 40 dB und es rauscht, rumpelt und knackt munter vor sich hin. Gleichlaufschwankungen sind kaum zu vermeiden und Abtaster und Platte unterliegen einem permanenten Verschleiß.

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Der tangentiale Spurwinkelfehler kann allenfalls gemittelt und damit lediglich reduziert werden, es rumpelt unvermeidlich und jede - auch nicht wahrnehmbare - Erschütterung erzeugt Störgeräusche. Dazu kommen Verfälschungen der Wiedergabe durch die permanente Rückkopplung zwischen Tonabnehmer und Lautsprecher.

Erträglich ist das alles nur, weil der Nutzpegel mehr oder weniger lauter ist als die Störgeräusche. Tatsache ist allerdings, dass alle Töne, also Nutz- und Störsignale sich munter vermischen. So werden neue Töne erzeugt, die ursprüngliche gar nicht drin waren in der Musike.

Manch einer betreibt einen ebenso großen wie kostspieligen Aufwand, um die beschriebenen Erscheinungen möglichst zu unterbinden. Das kann aber kaum gelingen – allenfalls in Maßen reduzieren ist möglich. Der grundsätzliche Mangel liegt im System selbst. Die Technik an sich - und zwar gleichermaßen das Medium Schallplatte, als auch die Abspielvorrichtung - sind der Grund. Die Technik aus dem vor-vorigen Jahrhundert kann nur begrenzt den heutigen Ansprüchen genügen.

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Aber ich bin heilfroh, dass ich meine Schallplattensammlung all die Jahre gehütet und gepflegt habe. Und ab und zu dreht auch bei mir Vinyl auf dem Teller. Ich habe große Freude damit. Von niemandem auf der Welt lasse ich mir diese Freude nehmen!

Ab und zu kaufe ich mir neue Musik. Dann geht es mir um die Musik und nicht um ein bevorzugtes Medium. Wenn ich dasselbe Programm auf LP und CD haben kann, dann nehme ich die CD! Man möge mir glauben – bei gleichem aufnahmetechnischen Standard ist die in allen entscheidenden Eigenschaften überlegen!

Allenfalls könnte man ja drüber nachdenken, ob man das Rumpeln, Rauschen, Knacken, Knistern, Tonhöhen- und Pegelschwanken nicht besser elektronisch erzeugt. Dann könnte man gleichzeitig auch noch die Dynamik abflachen und Gleichlaufschwankungen simulieren.

Ist es vielleicht das, was den Reiz der guten alten Platte ausmacht?